Aufzahlungen: Generika überholen Altoriginale

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Insgesamt mussten die Patienten 115 Millionen Euro an Mehrkosten in Form von Aufzahlungen schultern, das waren 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 63 Millionen Euro entfällt der größte Teil nach wie vor auf Altoriginale (plus 14 Prozent), Generika liegen mit 20,7 Millionen Euro (plus 29 Prozent) knapp vor den patentgeschützten Präparaten mit 18,4 Millionen Euro. Hier war mit 67 Prozent der größte Zuwachs zu verzeichnen. Auf sonstige Präparate entfielen 11,5 Millionen Euro (plus 10 Prozent).

Rein rechnerisch fallen bei festbetragsgeregelten Medikamenten mit Patentschutz pro Packung knapp 19 Euro an Mehrkosten an (nach 13 Euro im Vorjahr). Bei Altoriginalen sind es knapp 5 Euro, bei Generika etwas mehr als ein Euro, bei der Restgruppe rund 3,50 Euro.

Legt man die Aufzahlungen auf die Verkaufspreise um, müssen die Patienten bei den Originalen damit fast ein Drittel selbst bezahlen (32 Prozent, nach 23 Prozent im Vorjahr), bei den Altoriginalen immerhin 23 Prozent. Deutlich geringer ist der Anteil mit 8,8 Prozent bei den Generika und 16,4 Prozent bei den sonstigen Präparaten.

Ein markantes Beispiel aus dem Bereich der patentgeschützten Präparate ist Olmesartan, das im vergangenen Jahr in die Festbetragsgruppe der Sartane aufgenommen wurde. Hier mussten die Versicherten teilweise mehr als 80 Euro aus eigener Tasche zahlen. Bei den Altoriginalen sind Atacand und Blopress (Candesartan) sowie Coaprovel und Karvezide (Irbesartan) prominente Beispiele.

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