Ophthalmologie

Atropin gegen Kurzsichtigkeit bei Kindern

APOTHEKE ADHOC, 18.10.2019 09:04 Uhr

Die Kurzsichtigkeit beginnt meist schon im Grundschulalter. Bis zum Ende der Grundschulzeit entwickeln in Deutschland etwa 15 Prozent der Kinder eine Kurzsichtigkeit, bis zum Alter von 25 Jahren steigt die Rate auf etwa 45 Prozent. „Kurzsichtigkeit ist neben dem Alter der Hauptrisikofaktor für ernste Augenerkrankungen wie Grüner und Grauer Star oder auch Netzhautablösung, von daher ist es sehr wünschenswert, das Voranschreiten der Kurzsichtigkeit in der Phase ihres Entstehens zu verlangsamen“, erklärte Professor Dr. Claus Cursiefen, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Zudem gelte: Je früher die Kurzsichtigkeit beginne, desto stärker werde ihr Ausmaß im Erwachsenenalter.

Neben der medikamentösen Therapie gibt es einige Ansätze, die helfen sollen. „Täglich zwei Stunden Aufenthalt im Freien bei Tageslicht halbieren das Risiko für Kurzsichtigkeit“, erläuterte Lagrèze. Längeres Lesen in einem Abstand von weniger als 30 Zentimetern sollte hingegen vermieden werden. Desweiteren gäbe es spezielle Kontaktlinsen, die das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit um bis zu 40 Prozent mindern könnten. Am wirksamsten habe sich jedoch eine Therapie mit Atropin-Augentropfen erwiesen. In wieweit täglich zwei Stunden Aufenthalt im Freien die Erfolgsrate zusätzlich zu den Atropin-Augentropfen weiter erhöhen, ist noch nicht erforscht.

Bei Kurzsichtigkeit, in der Fachsprache Myopie genannt, werden entfernte Objekte unscharf wahrgenommen. Dies geschieht dadurch, dass entweder der Augapfel zu lang oder der Brechwert der Augenlinse zu hoch ist: Das Auge kann sich nicht richtig scharf stellen. Normalerweise ergeben die aus der Ferne kommenden Lichtstrahlen genau auf der Netzhaut ein scharfes Bild. Bei Kurzsichtigkeit hingegen bündeln sich die Lichtstrahlen schon vor davor und das Bild ist verschwommen. Ursache kann genetische Veranlagung sein. Für die Zunahme in vielen Ländern machen Experten aber vor allem Verhaltensänderungen verantwortlich, auch die Lebensbedingungen im Allgemeinen haben Einfluss: Das Lesen von Büchern und Zeitungen, sowie intensive Beschäftigung mit Smartphones, Tablets und Computern können die Entstehung begünstigen.

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