Asthma-Leitlinie komplett überarbeitet

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Antibiotika und Impfung

Insofern es keine Belege über einen bakteriellen Befall gibt, sollen Asthmatiker nicht mit einem Antibiotikum behandelt werden. Die Leitlinie stellt erneut die Bedeutung eines Erregernachweises in den Vordergrund. Betroffene sollten sich durch Impfungen vor bakteriellen und viralen Infekten schützen. Als Chronikern wird ihnen insbesondere eine Impfung gegen Pneumokokken und Influenza empfohlen.

Selbsthilfemaßnahmen und Therapieergänzungen

Asthmatiker sollten von Ärzten und Apothekern und auch von ihrem Umfeld dabei unterstützt werden, die Angst vor einem Asthma-Anfall zu verlieren. Patienten, die gut über die Krankheit informiert sind, können häufig besser mit Atemnot und Co. umgehen. Bei beginnendem Anfall empfiehlt es sich zunächst eine atmungserleichternde Körperhaltung einzunehmen und die Lippenbremse anzuwenden. Darüber hinaus kann es helfen, wenn der Schweregrad eingeschätzt und die Bedarfstherapie eingesetzt werden kann. In der Apotheke kann gemeinsam mit dem Patienten ein Stufenschema erarbeitet werden. Alternative Therapie wie Akupunktur, Homöopathie und Hypnose sollen zur Behandlung des Asthmas nicht empfohlen werden.

Sport und Berufswahl

Gerade Kinder und Jugendliche sollen trotz ihrer Grunderkrankung zu Bewegung motiviert werden. Insofern die Belastung nicht zu stark ist, tut Bewegung auch Asthmatikern gut. Darüber hinaus verhindert Sport Übergewicht. Die Intensität und Häufigkeit der Bewegung hängt auch davon ab, wie gut der Patient medikamentös eingestellt ist. Je besser die Grunderkrankung kontrolliert werden kann, desto mehr ist in Sachen Sport möglich. Bei der Berufswahl sollten jugendliche Asthmatiker gut beraten werden, denn es gibt Berufe, die für Menschen mit Asthma weniger geeignet sind. Die anstehende Berufswahl sollte frühzeitig thematisiert werden.

 

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