Lieferengpässe

Metronidazol komplett defekt APOTHEKE ADHOC, 06.02.2017 14:18 Uhr



Für die Kombination Piperacillin/Trazobactam wurde im Januar der Notstand ausgerufen. Ursache war ein Betriebsunfall im größten Herstellungsbetrieb des Wirkstoffes. Bereits im Dezember schlugen die Fachgruppen Alarm. Ärzte mussten auf Alternativen ausweichen, die ein anderes Wirkspektrum aufweisen und zum Teil Resistenzen verursachen können. Noch vorhandene Ware wurde von Herstellern wie Hexal kontingentiert. Einziger Hersteller auf der aktuellen BfArM-Liste ist Teva: Der Konzern gibt an, aktuell keine verfügbare Ware zu haben, jedoch eine mögliche Zwischenlieferung zu klären.

Experten mahnten, das Medikament sei hochwirksam und unentbehrlich. Das bestätigte auch das Bundesgesundheitsministerium (BMG): „Insoweit wird festgestellt, dass es sich bei piperacillinhaltigen Arzneimitteln um Arzneimittel handelt, die zur Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen benötigt werden, und dass ein Versorgungsmangel mit diesen Arzneimitteln vorliegt. Eine alternative gleichwertige Arzneimitteltherapie steht, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von vermehrt auftretenden Resistenzen durch die Verwendung anderer Antibiotika, nicht zur Verfügung.“

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