Alzheimer: Donanemab verlangsamt Progression

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Donanemab bindet spezifisch an einen Abschnitt im aggregiertem Beta-Amyloid. Hierdurch soll das in den Amyloidplaques befindliche N3-Pyroglutamat-modifizierte Beta-Amyloid gezielt aus dem Gehirn eliminiert werden. Lilly verfolgt mit dem Wirkstoffkandidaten einen anderen Ansatz als andere Hersteller. Diese setzten in der Vergangenheit häufig auf Substanzen, die auf lösliche Oligomere abzielen. Die weiterführenden Studien werden zeigen, ob der neue Therapieansatz funktioniert.

In der Phase-II-Studie konnte der primäre Endpunkt erreicht werden. Die sogenannten iADRS-Werte (Integrated Alzheimer's Disease Rating Scale) reduzierten sich innerhalb der Wirkstoffgruppe um 32 Prozent gegenüber Placebo. Hierbei handelt es sich um ein Tool, welches Kognition und Alltagsfunktion kombiniert betrachtet. Lilly berichtet, dass das Fortschreiten der Erkrankung um etwa ein Drittel reduziert werden konnte. Auch für alle sekundären Endpunkte gab es Hinweise, dass Donanemab Vorteile gegenüber Placebo aufweist. Nicht immer waren die Ergebnisse signifikant.

Auch in bildgebenden Verfahren konnte die positive Wirkung des Kandidaten nachgewiesen werden. In Woche 76 zeigte sich innerhalb der Wirkstoffgruppe eine Reduktion der Amyloidplaques um 84 Zentiloide im Vergleich zur Baseline. Die Zentiloid-Methode dient der Standarisierung auf eine allgemein gültige Skala.

 

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