Allergien durch PPI?

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Ursache für die Entwicklung ist aus Sicht der Experten der Barmer womöglich häufiger Druck, unter dem junge Menschen stünden. Dieser schlage ihnen auf den Magen. „Magensäureblocker können abhängig machen und sollten daher nur bei akuten Beschwerden über einen begrenzten Zeitraum in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden“, kritisierte Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer. Patienten könnten in einen Teufelskreis geraten und der gelegentliche Griff zu einer Dauereinnahme werden. Ein abruptes Absetzen der Präparate könne die Säureproduktion ansteigen lassen und so die Beschwerden verstärken.

Magensäureblocker sind indiziert zur Behandlung von verschiedenen Ulzera und Helicobacter pylori im Rahmen der Triple-Therapie, zur Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Ulzera durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Refluxkrankheit und Ösophagitis sowie dem Zollinger-Ellison-Syndrom. Sie verhindern die Sekretion der Magensäure durch eine spezifische Hemmung der Protonenpumpe. Die verminderte Freisetzung der Magensäure ist reversibel.

Die Wirkstoffe sind säureempfindlich und daher mit einem magensaftresistenten Überzug versehen. Daher können sie erst im Dünndarm resorbiert werden. Die jeweiligen Prodrugs gelangen über den Blutkreislauf an die Belegzellen im Magen und werden dort durch die Säure in ihre eigentliche Wirkform überführt. Durch Bindung an die H+/K+-ATPase wird die Protonenpumpe an der Freisetzung der Magensäure irreversibel gehemmt. Die lange Wirkdauer beruht auf der Neubildung der H/K-ATPase, die etwa ein bis drei Tage in Anspruch nimmt.

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