ADHS

AkdÄ: Leberversagen durch Methylphenidat APOTHEKE ADHOC, 13.02.2015 15:19 Uhr

Berlin - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt vor gefährlichen Nebenwirkungen von Methylphenidat. Demnach können sehr selten medikamenteninduzierte Leberschädigungen auftreten, die im Einzelfall bis zum akuten Leberversagen führen können. Der Wirkstoff ist zur Behandlung der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) bei Kindern ab einem Alter von sechs Jahren indiziert, wenn andere Maßnahmen unzureichend waren.

Die Warnung beruht auf dem Fall eines 16-jährigen Jungen, der nach knapp zwei Jahren Behandlung mit dem Methylphenidat-Präparat Concerta (Janssen-Cilag) Sklerenikterus und epigastrische Bauchschmerzen entwickelte. Kurz darauf zeigte sich eine rasch fortschreitende Leberschädigung. Bei akutem Leberversagen erfolgte schließlich eine orthotope Lebertransplantation. Der Patient konnte in gutem Allgemeinzustand entlassen werden.

Als Ursache des akuten Leberversagens ergaben sich laut AkdÄ keine Hinweise auf Infektionen, Substanzabusus, Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselstörungen. Daher wurde die Dauerbehandlung mit Methylphenidat als wahrscheinlich ursächlich gesehen.

In der Primärliteratur wird bisher nur vereinzelt über Leberschädigungen unter Methylphenidat berichtet. In der Fachinformation werden Leber- und Gallenerkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung erwähnt: Demnach treten gelegentlich erhöhte Leberenzymwerte auf sowie sehr selten eine abnormale Leberfunktion einschließlich Leberko

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