Angeborene Herzfehler

Abbott: Herz-Devices für Säuglinge APOTHEKE ADHOC, 21.09.2019 08:15 Uhr

Der „Amplatzer Piccolo“ ist kleiner als eine Erbse und das erste medizinische Gerät der Welt, das selbst in Babys mit einem Gewicht von weniger als einem Kilogramm implantiert werden kann. Es dient dazu, den Ductus Arteriosus – eine potenziell lebensbedrohliche Öffnung im Herzen – zu behandeln. Sie zählt zu den häufigsten angeborenen Herzfehlern bei Frühgeborenen: Es handelt sich um eine potenziell lebensbedrohliche Öffnung zwischen zwei Blutgefäßen, die vom Herzen ausgehen.

Solche Fehlbildungen machen bis zu 10 Prozent aller angeborenen Herzerkrankungen aus. Der Kanal ist vor der Geburt wichtig, damit sauerstoffreiches Blut der Mutter im Körper des ungeborenen Kindes zirkulieren kann. Normalerweise verschließt sich dieser Gang bei den Säuglingen kurz nach der Geburt. In einigen Fällen – vor allem bei Frühgeborenen – kann er jedoch nicht spontan geschlossen werden, was das normale Atmen von Babys aufgrund eines erhöhten Blutflusses in die Lunge erschweren kann. Der „Amplatzer Piccolo“ wurde im Januar bereits in den USA zugelassen: Das sich selbst ausdehnende Drahtgeflecht wird durch einen kleinen Einschnitt im Bein eingesetzt und durch Gefäße zum Herzen geführt. Dort wird es platziert, um die Öffnung im Herzen abzudichten.

Dadurch können viele der schwerkranken Frühgeborenen auf der Intensivstation kurz nach dem minimalinvasiven Eingriff von der Beatmungsunterstützung entwöhnt werden. Abbott hat bereits ähnliche Geräte entwickelt: Das neue Gerät basiert auf mehr als 20 Jahren klinischem Erfolg von „Amplatzer Occluder-Therapien“, die bereits bei größeren pädiatrischen Patienten für den Einsatz in Europa und Ländern auf der ganzen Welt zugelassen sind.

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