Zwei Apotheken mit Schusswaffe überfallen

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Der Täter hat die Apotheken stets nach demselben Muster überfallen: Kurz vor Ende der Öffnungszeit betrat der die Offizin. Er habe, so berichten die Opfer, sich stets ruhig verhalten und auf ein großes Küchenmesser gezeigt, dass er bei sich hatte. Er verlangte stets die Tageseinnahmen und verschwand unerkannt, als er hatte, was er wollte. Die Polizei ermittelte, war aber offensichtlich nicht in der Lage, ihm rechtzeitig auf die Spur zu kommen.

Mehrere betroffene Apotheker zeigten sich frustriert über die Informationspolitik der Polizei. So waren die überfallenen Apothekenmitarbeiter entweder ahnungslos, als der Räuber zuschlug, oder wurden im Vorfeld nur von den Kollegen in der Region informiert, nicht aber von den Sicherheitsbehörden. Inhaberin Lelek hatte sich deshalb eine Woche vor dem Überfall auf ihre Apotheke von sich aus an die Polizei gewandt, um darum zu bitten, dass die umliegenden Apotheken gewarnt werden. „Außerdem habe ich nach einer Täterbeschreibung gefragt. Da wurde mir gesagt, dass das Phantombild vom Gericht noch nicht freigegeben wurde“, berichtet eine Apothekerin. Das stellte sich im Nachhinein als fatal heraus.

Denn als ihre angestellte Apothekerin am Abend des Überfalls mit einer Kollegin ihren Dienst tat, sah sie den Räuber bereits rund eine halbe Stunde vor der Tat. „Er saß auf dem Platz vor der Apotheke auf einer Bank und hat ein Bier getrunken“, erinnert sich die überfallene Apothekerin. „Meine Kollegin hat ihn beobachtet und mir gezeigt. Aber man kann sich ja nicht jedes mal verrückt machen, wenn da einer sitzt und Bier trinkt.“ Ein Anruf bei der Polizei hätte wohl bereits zu seiner Festnahme geführt.

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