Stada-Gesundheitsreport

Wo Apotheker noch gefragt werden Patrick Hollstein, 15.05.2019 14:44 Uhr

Immerhin: Wenn ein neues Medikament in der Apotheke gekauft wird, lassen sich 60 Prozent beraten, die Hälfte fragt sogar gezielt nach, wie das Präparat wirkt und was die Nebenwirkungen sind. Weitere 25 Prozent fragen nach einer preiswerteren Alternative, 17 Prozent erkundigen sich vorab im Internet. 21 Prozent kennen ihr Medikament und kommen in die Apotheke, um das Produkt ohne größere Beratung zu kaufen.

Auch hier gibt es deutliche Unterschiede: In Spanien, Frankreich und Italien wird der Rat des Apothekers am häufigsten gesucht, in Russland am seltensten. Allerdings zeigt der internationale Vergleich auch, dass deutsche Verbraucher seltener aktiv nachfragen und sich eher allgemein beraten lassen.

Der Entlassung von bestimmten Medikamenten wie Kontrazeptiva und Potenzmitteln aus der Verschreibungspflicht stehen die Deutschen vergleichsweise skeptisch gegenüber: 44 Prozent befürworten einen OTC-Switch, weil sie die Rezeptpflicht für unnötig halten und glauben, dass die Verbraucher verantwortungsvoll damit umgehen können. Italien, Spanien und Großbritannien liegen ebenfalls unter dem Durchschnitt von 51 Prozent. In Polen, Belgien und Serbien steht die Mehrheit der Freigabe aufgeschlossen gegenüber.

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