Was bringt's?

Was es mit Heilwasser auf sich hat dpa, 10.08.2018 14:21 Uhr

In der Regel haben sie einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, erklärt Prof. Johannes Georg Wechsler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM). Mindestens ein Gramm gelöste Mineralstoffe und Spurenelemente müssen enthalten sein. Oft werden größere Mengen Kalzium, Fluorid, Hydrogencarbonat, Magnesium und Sulfat nachgewiesen. „Diese Stoffe liegen in den Wässern bereits gelöst vor, so dass sie vom Körper besonders gut aufgenommen werden können“, erläutert Schubert.

Heilwässer enthalten je nach Herkunft einen Mix aus verschiedenen Mineralstoffen. Das Anwendungsgebiet unterscheidet sich je nach Gehalt bestimmter Stoffe. Wer zum Beispiel viel Kalzium oder Magnesium zu sich nehmen soll, kann das mit Heilwasser tun. „Wässer mit viel Sulfat zum Beispiel regen die Verdauung an“, erläutert Dürr. Heilwässer mit Hydrogencarbonat sollen Sodbrennen lindern. „Heilwasser kann aber auch einfach nur für das eigene Wohlbefinden getrunken werden“, ergänzt Wechsler.

Auf dem Etikett der Heilwasserflasche sind die Anwendungsgebiete und Trinkempfehlungen zu finden. „Der Blick aufs Etikett ist enorm wichtig“, sagt Wechsler. Dort ist die analytische Zusammensetzung des jeweiligen Heilwassers nachzulesen. In diesem sogenannten Analysenauszug ist aufgelistet, wie hoch der Anteil etwa an Kalium, Natrium oder Magnesium ist.

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