Die Pillenkritiker der Warentester

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Gemeinsam mit Glaeske und vier weiteren Kollegen verantwortet Dr. Judith Günther das jeweilige Schlussgutachten; die Apothekerin ist auch als Sprecherin des Fachbereichs „Evidenzbasierte Pharmazie“ des Deutschen Netzwerks evidenzbasierte Medizin (DNEbM) bekannt. Pharmafacts ist auch für Kassen und Pharmafirmen tätig.

Während Warentest als Stiftung mit staatlichem Auftrag mit Steuermitteln gefördert wird, ist Öko-Test ein privater Verlag. Zwei Drittel der Anteile gehören der SPD, knapp ein Viertel hält Chefredakteur Stellpflug. Darüber hinaus gibt es rund 900 Kleinaktionäre, darunter Bertelsmann-Chefin Brigitte Mohn.

Bei Öko-Test kostet die Untersuchung eines Produkts im Durchschnitt 1000 Euro, bei Warentest 2800 Euro. Rund 1200 beziehungsweise 1900 Produkte beziehungsweise Dienstleistungen werden pro Jahr geprüft. Da die Hersteller für die Nutzung des Öko-Test-Labels außer einer Aufwandsentschädigung für den Vertrag nichts zahlen müssen, muss sich das Heft entsprechend gut verkaufen. Das wiederum gehe nur mit plakativen Ergebnissen, kritisiert die Industrie. Für die Nutzung des Warentest-Siegels müssen Hersteller dagegen tief in die Tasche greifen: Für die Werbung mit der Note werden seit 2013 etwa 10.000 Euro fällig. Wer auch in Fernsehen und im Kino sein Ergebnis zeigen möchte, muss 25.000 Euro auf den Tisch legen.

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