Volkskrankheit Bluthochdruck

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Bei der Diagnose des Blutdrucks schauen Ärzte auf zwei Werte gleichzeitig: Den systolischen (oberer Wert) und den diastolischen Blutdruck (unterer Wert). Lange Zeit galt als medizinisch vertretbar, wenn der systolische Wert nicht über 140 lag, alles darüber sollte mit Medikamenten behandelt werden.

Vor zwei Jahren sorgte die sogenannte „Sprint“-Studie aus den USA für große Aufmerksamkeit. Sie kam zu dem Ergebnis, dass zumindest für bestimmte Bluthochdruck-Patienten eine Senkung auf einen systolischen Wert von 120 günstiger sei. Die Folge war auch in Deutschland ein Ansturm auf Arztpraxen und Kliniken, weil viele Patienten ihre Werte als zu hoch einschätzten und nach Medikamenten verlangten.

Doch die „Sprint“-Studie wies Schwächen auf. Vor wenigen Wochen teilte die Deutsche Hochdruckliga dann auch mit, man müsse an den ursprünglichen, höheren Zielwerten festhalten. Das heißt konkret: Generell sollte der Blutdruck die Werte 140 zu 90 nicht überschreiten. Schon diese Werte würden in Deutschland bei weniger als 60 Prozent der Patienten erreicht. „Wichtigstes Behandlungsziel für alle Ärzte muss sein, dass dieses Blutdruckziel erreicht wird“, sagt Bernhard Krämer, Vorstandsvorsitzender der Hochdruckliga.

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