Homöopathie-Vorlesung: Uni unter Beschuss

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Auch Medien schalten sich in die Diskussion ein. Für die Süddeutsche Zeitung hat die Universität „versagt“: Die Tatsache, dass an einer medizinischen Universität nun Vorlesungen zum Thema angeboten würden, sei „unfassbar“. Damit verdünne die Uni ihre wissenschaftliche Seriosität in dieser Sache so weit, „dass sie nicht mehr nachweisbar ist“.

„Was die Universität nicht sein darf, ist eine Werbeplattform für die Anbieter eines ebenso skurrilen wie lukrativen Verfahrens, das mit Wissenschaft nichts zu tun hat“, echauffiert sich der Autor des Artikels. Durch die Aufnahme in den akademischen Zyklus einer Ringvorlesung nobilitiere die Universität eine Behandlungsrichtung, die bisher jeden seriösen Nutzennachweis schuldig geblieben sei, aber „von der Politik aus populistischen Gründen als besondere Therapierichtung geschützt wird“. Bei Laien dränge sich der Eindruck auf: Wenn es an der Uni stattfindet, muss etwas dran sein. Auch der Bayerische Rundfunk griff das Thema unter dem Titel „Akademische Weihen für Kügelchen-Medizin?“ im Politikmagazin „Kontrovers“ auf.

Organisiert wurde die Ring-Vorlesung vom Haunerschen Kinderspital in Kooperation mit dem Landesverband Bayern des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte. Bei Dozenten handelt es sich fast ausschließlich um niedergelassene Ärzte mit eigener Privatpraxis.

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