UN schlägt Alarm: Aids-Ziele in Gefahr

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In Deutschland sind nach Schätzung der Deutschen Aidshilfe rund 90.000 Menschen mit HIV infiziert. Jährlich steckten sich etwa 3100 Menschen neu an. „Die Zahl ist seit zehn Jahren stabil und im internationalen Vergleich eher gering“, sagte Aidshilfe-Sprecher Holger Wicht. Dennoch könne noch mehr getan werden. Ähnlich wie in Großbritannien, Australien und den Niederlanden sollte die Präexpositionsprophylaxe (PrEP), die eine Ansteckung zuverlässig verhindert, von den Krankenkassen für Risikogruppen wie homosexuelle Männer bezahlt werden, so Wicht. Auch noch mehr Drogenkonsumräume, wo die Drogen unter hygienischen Bedingungen gespritzt würden, wären hilfreich.

2017 starben rund 940.000 Menschen an den Folgen von HIV. Seit Beginn der weltweiten Epidemie Mitte der 1980er Jahre sind 77,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert worden. 35,4 Millionen Patienten sind gestorben.

2020 sollen laut UN weltweit 90 Prozent der von HIV-Betroffenen über ihre Infektion Bescheid wissen, 90 Prozent davon in Behandlung sein. Bei wiederum 90 Prozent davon soll das Virus im Blut durch die Unterdrückung der Virus-Vermehrung nicht mehr nachweisbar sein.

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