Tatort: Apotheker als „Erlöser“

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Die drei nächsten Opfer des Todesapothekers waren stark depressiv. „Eine Frage der Zeit, bis die das selbst gemacht hätten“, sagt der Mörder im Verhör. Auch Depressionen sind keinesfalls unheilbar, sagt Hauth. In vielen Fällen helfe den Betroffenen eine Kombination aus Psychotherapie und Antidepressiva.

Auch das letzte potenzielle Opfer von Steinmetz – der Kommissar Murot höchstpersönlich – hegt seit längerer Zeit Suizid-Gedanken. Bereits dessen Vater hat sich das Leben genommen, als Murot zwölf Jahre alt war. Der Mörder stellt eine direkte Verbindung zwischen Murots Lebensmüdigkeit und dem Selbstmord seines Vaters her. Das ist aber nur bedingt richtig.

„Es gibt genetische Veranlagungen für Depressionen, aber dieser Code muss erst einmal ausgelesen werden - und dafür sind Umweltfaktoren entscheidend“, erklärt Hauth. „Gibt es traumatische Erlebnisse in der Kindheit? Sind die Menschen durch Scheidungen vereinsamt oder anders ausgegrenzt?“ Erst dann werde die Veranlagung entscheidend. Zwillingsstudien würden zeigen, dass die Vererbung nur zum Teil mitbestimmt, ob jemand eine Depression entwickelt.

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