Ein ganzes Apothekerleben in 90 Minuten

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Ohnehin sei Pharmazie ursprünglich nicht die erste Wahl ihrer Mutter gewesen. „Eigentlich wollte sie Medizin studieren und Pharmazie als Zweitstudium dranhängen“, berichtet Scheerer. Denn aus ihrer Sicht gehören Medizin und Pharmazie zusammen. Doch weil sie schwanger wurde, habe sich ihre Mutter aus einem pragmatischen Grund für Pharmazie entschieden: Es ging schneller.

Sie selbst habe in ihrer Kindheit sehr viel Zeit in der Apotheke verbracht. „Für mich ist es ein sehr vertrauter Ort“, sagt Scheerer. „Vor allem erinnere ich mich daran, dass es dort immer sehr gut roch, aber auch an die typischen Geräusche, wie das Ziehen der Schubladen und das Knattern der Bestellkarten“. Der Beruf ihrer Mutter habe auch sie sehr stark geprägt. „Sie war immer für die Menschen da. Das ist auch für mich sehr wichtig“, berichtet die Schauspielerin.

Als Recherche für das Theaterstück sei sie zusammen mit dem Regisseur und Drehbuchautor Nelle mehrmals zu ihrer Mutter gefahren, um über deren Leben und Erfahrungen zu sprechen. Erst in diesen Gesprächen sei ihr wirklich klar geworden, was es für ihre Mutter eigentlich bedeutet, die Apotheke aufzugeben. „Vorher habe ich eher gedacht, sie soll einfach ihre wohlverdiente Rente genießen und die Zeit mit ihrem Enkel verbringen“, erinnert sich Scheerer. Die langen Abende, an denen ihre Mutter ihr Leben hat Revue passieren lassen, hätten ihre Sicht auf die Situation verändert. „Ich sah, wie schwer es für sie ist, das sie ihr Lebenswerk, in das sie so viel Herzblut und Lebensenergie gesteckt hat, an niemanden weitergeben kann“, so die Schauspielerin. So soll das Theaterstück auch eine Hommage auf ihre Mutter und deren Lebenswerk sein.

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