Zyto-Schmuggel

Staatsanwälte ermitteln gegen Lunapharm APOTHEKE ADHOC, 13.07.2018 11:15 Uhr aktualisiert am 13.07.2018 14:17 Uhr

Das brandenburgische Gesundheitsministerium teilte mit, dass die Sicherheit der Menschen „zu keiner Zeit gefährdet“ gewesen sei. Die Behörden überwachten den Umgang mit Arzneimitteln und die Einhaltung der Gesetze bei Herstellern, Großhändlern und Apotheken „streng und gewissenhaft“. Dies sei auch im konkreten Fall geschehen: Hinweisen polnischer Behörden am 6. Dezember 2016 sei das zuständige Landesamt (LAVG) unverzüglich nachgegangen. Denn Apotheken dürften keine Arzneimittel an Großhändler liefern. „Es ging also im Kern um einen Verstoß gegen die einzuhaltenden Lieferwege.“

Das LAVG habe unverzüglich mit den griechischen Behörden Kontakt aufgenommen und – nachdem sich am 22. März 2017 bestätigte, dass die griechische Apotheke, anders als vom deutschen Großhändler angegeben, keine Großhandelserlaubnis hatte – bei einer Inspektion am darauffolgenden Tag 30 Packungen aus dem Verkehr gezogen. Am 2. Juli 2017 wurde Lunpharm der weitere Handel mit Produkten des Lieferanten verboten; tatsächlich hatte die Firma schon am 15. Dezember 2016 – zwei Tage nach der ersten Information durch die Behörde – den Bezug eingestellt. Gegen das angedrohte Zwangsgeld von 10.000 Euro sei der Großhändler gerichtlich vorgegangen, das Verwaltungsgericht Potsdam habe die Maßnahme aber für rechtmäßig erklärt.

Stichproben seien auf Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt untersucht worden. Im Labor sei eine einwandfreie Qualität festgestellt worden. Patienten müssten sich also keine Sorgen machen, nicht oder schlecht wirkende Medikamente erhalten zu haben, so das Ministerium. Dass die Medikamente in Griechenland gestohlen wurden und die Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang ermittele, habe man erst duch die Presseanfrage in der vergangenen Woche erfahren. „Sollte dies so sein, liegt zweifellos ein strafrechtlich zu ahndender Verstoß gegen das Arzneimittelrecht vor. Dies wäre ein Anlass, dem Unternehmen die Betriebserlaubnis zu entziehen.“ Aktuell warte man auf Rückmeldung der griechischen Behörden. Außerdem wurde Akteneinsicht beantragt.

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