Ritalin-Dealer: Werbeaushang in der Uni

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Die Universität Zürich hat die Werbeaushänge entfernt und den Fall der Polizei gemeldet. Im März seien bereits ähnliche Zettel im Umlauf gewesen, so Unisprecher Beat Müller gegenüber „20 Minuten“. Der Handel mit dem verschreibungspflichtigen Ritalin verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz, dem die Substanz in der Schweiz unterstellt ist. Sollte der Dealer von der Polizei gefasst werden, könnte er mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Auch Personen, die ohne Rezept Ritalin beziehen, machen sich strafbar. Das gilt gemäß Arzneimittelgesetz auch in Deutschland.

Trotzdem hat sich einer Studie der Universität Mainz zufolge jeder fünfte deutsche Student vor Prüfungen schon einmal mit leistungssteigernden Mitteln gedopt. Dazu gehören neben Ritalin auch Koffeintabletten oder andere illegale, aufputschende Substanzen. Die Stoffe sollen vermeintlich bei den Prüfungsvorbereitungen helfen.

Doch ob Ritalin tatsächlich die versprochene konzentrationsfördernde Wirkung erzielt, ist umstritten. Professor Dr. Klaus Lieb hat die Studie der Universität Mainz geleitet; ihm zufolge ist eine Leistungssteigerung nicht klar auszumachen. Mit Kaffee und ausreichendem Schlaf könne die Konzentration genauso gut gesteigert werden, so Lieb.

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