Glaeske gibt Spende zurück

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Das wäre doch ein Anfang. Bislang ist bei vielen Apotheken die Schockstarre allenfalls einem Gefühl der Hilflosigkeit gewichen. Wie auf der Schlachtbank fühlen sich viele Kollegen, auch weil ihre eigene Standesvertretung in dieser schwierigen Zeit einmal mehr mit sich selbst beschäftigt ist: Es wird gewählt. Nur die Apobank hat einen Tipp gegen den Versandhandel parat: In Ärztehäuser investieren!

So stürzten auch in dieser Woche wieder zwei Hiobsbotschaften auf den Berufsstand ein: DrEd kündigte an, seine Rezepte demnächst bei ausländischen Versandapotheken einlösen zu lassen. Auf diese Weise wollen die britischen Internetärzte das protektionistische Getue von Gröhe und Konsorten einfach umgehen – die AMG-Novelle wird zum Bumerang für die deutschen Apotheken.

Auch vom Bundesgerichtshof (BGH) haben die Apotheker offenbar nichts mehr zu erwarten. Mit der Freundschaftswerbung von DocMorris wollten sich die Richter in Karlsruhe nicht befassen. Die niederländische Versandapotheke hatte Kunden 10 Euro gewährt, wenn sie Bekannte dazu brachten, ein Rezept einzuschicken. Da Rx-Boni nach der bisherigen Rechtsauffassung unzulässig waren, sollten es auch Gutschriften für Dritte sein. Doch der BGH verwies den Fall nicht weiter ans Bundesverfassungsgericht (BVerfG), sondern zurück an die Vorinstanz, ohne inhaltlich auf die Zulässigkeit von Rx-Boni nach dem EuGH-Urteil einzugehen.

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