47-mal mit Macheten und Pistolen auf Apotheken

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Die Polizei habe damals Telefonnummern von Hilfsangeboten da gelassen. Angerufen hat sie nicht. Gleich nach dem Überfall stellten sich die Frauen wieder hinter den HV-Tisch und arbeiteten weiter. „Es war das Beste für den ersten Moment. Wenn man vom Pferd fällt, soll man direkt wieder drauf steigen“, so Gottlieb. Als sie nach Hause kam, „knabberte“ es an ihr. „Aber wir konnten uns untereinander helfen. Wir haben viel darüber geredet. Man brauchte jemanden zum reden“, sagt sie. Mittlerweile habe sie das Erlebnis gut verarbeitet. Der Täter wurde gefasst und verurteilt, er habe sich entschuldigt. „Das hat sehr geholfen“, so die PTA. Dennoch sei sie heute grundsätzlich vorsichtiger.

Bei den Apothekenverbänden sind Raubüberfälle kein Thema: Weder in Bayern, noch in Nordrhein, Baden-Württemberg oder Berlin bieten die Verbände Präventionsseminare oder Soforthilfe an. Der Bedarf sei von den Mitgliedern bislang nicht geäußert worden, heißt es unisono. Bei Raubüberfällen würden Apotheker nicht die Verbände als Ansprechpartner sehen, sondern Polizei und Versicherung.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet eine unverbindliche und vertrauliche Beratung an. Mitarbeiter informieren über Hilfsangebote, wie die Vermittlung an einen Psychotherapeuten. „Bei Bedarf kann der oder die Betroffene dort probatorische Sitzungen zur Abklärung eines etwaigen Therapiebedarfs wahrnehmen.“

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