47-mal mit Macheten und Pistolen auf Apotheken

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Dabei sei sehr individuell, wie jeder Einzelne die traumatische Erfahrung verarbeite. Das Trauma hänge davon ab, wie stark sich der Betroffene bedroht gefühlt habe. „Sekundäre Traumatisierung kann auch jemanden treffen, der einen Vorfall zwar nicht selbst erlebt hat, aber durchaus betroffen hätte sein können. Die Fantasie kann schlimmer sein als die Erfahrung selbst“, so Bringer.

Das Trauma lasse sich umso besser verarbeiten, je eher etwas zum eigenen Schutz getan worden sei, beziehungsweise je stärker das Gefühl gewesen sei, etwas getan zu haben, so Bringer. Das könne durch das Drücken eines Sicherheitsschalters passieren, ebenso wie durch den eigenen Entschluss, sich ruhig zu verhalten.

Hilfreich sei auch eine Kamera, die Sicherheit vermittele, dass der Täter gefasst werde. Bringer hält darüber hinaus Präventionsmaßnahmen für sinnvoll: „Dadurch wird das traumatische Erlebnis nicht so stark, weil die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen so vorbereitet werden, dass sie wissen, wie sie sich in und nach solch einem Fall verhalten können. Das hilft auch im Nachhinein, besser zu verarbeiten“. So könnten Folgeerkrankungen vermieden werden.

Die meisten Betroffenen, so Bringer, befänden sich zunächst in einem Schockzustand. Laut ihrer Schätzung können zwei Drittel der Betroffenen das Erlebnis mit der Hilfe von Kollegen, Vorgesetzten oder Freunden und Familie verarbeiten – ohne professionelle Hilfe. „Es hilft, sich ernst genommen zu fühlen, reden zu können und etwas zu finden, womit man sich selbst unterstützen kann, eigenaktiv zu werden. Es hilft, eigene Entscheidungen zu treffen, auch die, vielleicht mal nicht davon zu erzählen.“ Auch bestimmte Situationen könnten eine Verarbeitung erleichtern, „der kollegiale Austausch etwa ist eine wunderbare Bedingung“.

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