Preis für die Einbrecher-Jäger

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Auch wenn die Unsicherheit beim Thema Datenschutz zuletzt besonders groß war, ist der Live-Einbruchschutz das Kerngeschäft. Das Bargeld in der Kasse und entwendete Medikamente sind regelmäßig der geringste Schaden, der Apothekern bei Einbrüchen entsteht. Denn wenn auf der Suche nach Wertgegenständen die Apotheke mehr oder weniger verwüstet wird, verursacht das nicht nur direkte Kosten, sondern mitunter auch eine längere Betriebsunterbrechung – von dem seelischen Schaden in einem solchen Fall ganz abgesehen.

Das Konzept von 180° Sicherheit ist es deshalb, den Einbrecher möglichst schnell wieder aus der Offizin zu vertreiben. Innerhalb weniger Sekunden, nachdem der Alarm ausgelöst wurde, wird eine Verbindung zur Leitstelle hergestellt. Die ist rund um die Uhr besetzt und kann im Alarmfall – und nur dann – eine Videoschaltung aufbauen und in die Apotheke gucken. Das Besondere aber ist die Live-Ansprache des Einbrechers.

Mit bis zu 80 dB wird der ungebetene Gast zur Nennung seines Kennwortes aufgefordert. Da der Operator dabei auch die aktuelle Uhrzeit nennt, weiß der Einbrecher, dass er tatsächlich live beobachtet wird. Wenn er das Passwort nicht augenblicklich nennt, kündigt der Operator nach seiner wiederholten Frage an, nunmehr die Polizei zu verständigen. Kennt der Einbrecher – etwa von einem Komplizen im Betrieb – das mit 180° vereinbarte Passwort, gibt es eine zweite Sicherheitshürde, mit der sich der Inhaber ausweisen kann. Bei dem Konzept geht es aber vor allem darum, den Einbrecher schnell wieder zu verscheuchen, bevor er mehr klaut oder etwas zerstört.

Laut einer Umfrage von APOSCOPE aus dem Jahr 2016 lassen immer mehr Inhaber ihre Apotheke außerhalb der Öffnungszeiten überwachen. 58 Prozent verfügen über eine Alarmanlage, fast die Hälfte der Apotheken ist videoüberwacht (45 Prozent).

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