Leistungssport

Ironman Hawaii: Apothekerin will aufs Podest Eugenie Ankowitsch, 25.03.2017 08:53 Uhr



Auch im vergangenen Jahr lief es für die Sportlerin alles andere als rund. Trotz einiger Erfolge, wie dem Gewinn der Europameisterschaft auf der Mitteldistanz sowie des Ironman Texas, plagte die 34-Jährige eine hartnäckige Reizung der Achilles-Sehne. Sie musste sogar mit dem Training aufhören und durfte fünf Wochen lang überhaupt keinen Sport treiben. Im Herbst 2016 befasste sich Gajer sogar mit dem Gedanken, ganz mit dem Profi-Sport aufzuhören.

„Doch irgendwann habe ich beschlossen, dass ich das Ganze nicht so stehen lassen will“, berichtet sie. Dafür sei ihr der Sport zu wichtig. Zumal im Triathlon der Leistungspeak eher in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre liege. „Ich will es jetzt wirklich wissen“, so Gajer. Seit dieser Entschluss gefallen sei, laufe es sehr gut. Das Ziel: Natürlich der Start beim Ironman Hawaii. Ihren Traum, dort unter die besten Drei zu kommen, hat die Triathletin fest vor Augen. Bis Ende Juli muss sie sich unter die besten 35 Frauen zurück kämpfen, um eine Starterlaubnis zu bekommen. „Es wird kein Selbstläufer, aber verstecken brauche ich mich auch nicht“, sagt Gajer selbstbewusst.

Bis Ende 2015 hat die Pharmazeutin sogar noch stundenweise in einer Apotheke bei Stuttgart gearbeitet. Doch dann ist sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Österreich gezogen. Nach ihrer sportlichen Karriere will Gajer jedoch wieder in ihren Beruf einsteigen. Am liebsten würde sie bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) arbeiten und dort als Apothekerin Sportler beraten. Sie könne sich aber auch sehr gut vorstellen, in einer Apotheke oder auch in der pharmazeutischen Industrie tätig zu sein.

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