Opfer demonstrieren zum letzten Mal

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Zu den Nebenklägern gehört auch Benedetti. Sie weiß nicht, ob sie auch gepanschte Sterillösungen erhalten hat. Sie hatte gegen ihre Krebserkrankung eine hochdosierte Chemotherapie erhalten, die glücklicherweise auch angeschlagen hat. Doch die Wirkstoffe, die ihr Arzt ihr verordnet hatte, fanden sich auf der von der Staatsanwaltschaft veröffentlichten Liste.

Die Patienten hätten keine Wahl gehabt, von welcher Apotheke sie ihre Medikamente beziehen. „Denn es wird einem von den ansässigen Onkologen diese Apotheke wortwörtlich zugeschustert“, heißt es in einem Brief, den Benedetti an NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) geschrieben hatte. Dieser leitete das Schreiben weiter an die Präsidentin des Landgerichtes Essen und den Leitenden Oberstaatsanwalt.

Unter dem Namen „Beag“ haben sich im April Betroffene um den Whistleblower Martin Porwoll zu einem Verein zusammengeschlossen. Der Name steht für Beobachten, Erkennen, Aufdecken im Gesundheitswesen. Der Verein richtet sich an Betroffene und an Menschen, die von Missständen im Gesundheitswesen wissen. Letztere hätten oft keine Ahnung, an wen sie sich wenden könnten, da die traditionellen Patientenschutzvereine diesen Bereich nicht abdeckten.

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