Menschenversuche: Bristol-Myers Squibb muss vor Gericht

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Der Syphilis-Erreger wird in der Regel beim Sex übertragen, entweder durch Geschlechtsverkehr oder Oralverkehr. Über winzige Verletzungen gelangt das Bakterium Treponema pallidum in den Körper. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei ungeschütztem Sex mit einem Betroffenen anzustecken, beträgt etwa 60 Prozent. Hat man sich angesteckt, bemerkt man es – wenn überhaupt – erst viel später. Symptome treten nämlich zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung auf.

Wird die Krankheit nicht behandelt, verläuft sie in drei Stadien: Zunächst bildet sich ein Syphilis-Geschwür – oft an den Geschlechtsorganen oder am Mund, das nach einigen Wochen abheilt. Der Erreger verteilt sich aber unbemerkt im ganzen Körper. Im zweiten Stadium klagen die Erkrankten meist über Hautausschlag, die Entzündungswerte im Blut können erhöht sein, die Betroffen bekommen Fieber und fühlen sich allgemein krank.

Im dritten Stadium, das ohne Behandlung mehrere Jahre nach der Infektion eintreten kann, schädigt der Erreger im schlimmsten Fall große Gefäße wie die Bauchaorta, so dass sie platzt. Durch die Erkrankung kann auch Nervengewebe im Gehirn oder Rückenmark abgebaut werden. Mögliche Folgen sind Psychosen oder Demenz. Eine Syphilis-Infektion sollte frühzeitig behandelt werden. Meist genügt eine Penicillin-Spritze in den Gesäßmuskel. Etwa sieben Tage später ist der Erkrankte nicht mehr ansteckend. In schweren Fällen spritzt der Arzt das Penicillin direkt in eine Vene.

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