„Meine Kunden erwarten, dass wir impfen“

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Zöllner wird in ihrem Beratungsraum impfen. Nachdem sie die Apotheke 2018 übernahm, baute sie die Räume um und setzte auf ein geräumiges separates Zimmer für Kundengespräche. Auch wenn für sie die Räumlichkeiten geklärt sind, sie fachlich auf dem aktuellen Stand ist und Personal hat, kann die Apothekerin noch nicht loslegen. Denn noch immer ist nicht klar, wie bestellt und abgerechnet wird. Außerdem wartet Zöllner darauf, von der Kammer ein Formular zu erhalten, um ihre Selbstauskunft über die in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) genannten Anforderungen an die Kammer abzugeben.

Neue Kennziffer erwartet

Die Apothekerin hofft, dass sie analog zu den Impfstoffbestellungen der Praxen ihre eigenen Aufträge an ihren Großhandel abgeben kann. „Es wäre uninteressant, einen zweiten Weg aufzumachen. Am schönsten wäre ein gesondertes Rezept und eine neue Kennziffer für Apotheken.“ Wünschenswert wäre außerdem, dass die Apotheken zum Start sowohl den Impfstoff von Moderna als Biontech erhielten. „Ich fände es schade, wenn wir zu Beginn kein Comirnaty hätten, weil dann die Boosterimpfungen für unter 30-Jährige wegfallen würden.“

Weil all diese Fragen noch offen sind, heißt es für Apotheken weiterhin, dass sie sich gedulden müssen. „Ich hatte deshalb schon viel Wut im Bauch“, sagt Zöllner. Die Missstände sieht sie aber nicht allein bei den Kammern, sondern auch beim Bundesgesundheitsministerium (BMG). „Alle Akteure haben den Apotheken nicht wirklich unter die Arme gegriffen.“

Impfen gegen Covid-19: Was kann die Kenntnis-Schulung? Im kommenden APOTHEKE ADHOC Webinar am Montag, den 17. Januar um 20.00 Uhr, werden diese Fragen beantwortet. Hier für die kostenfreie Teilnahme registrieren.

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