Zwei Überfälle auf Apotheken

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Die Spur des 21-Jährigen konnte durch einen Hinweis ins nahe gelegene Bad Zwischenahn verfolgt werden. Dort hatte er versucht, ein Auto zu stehlen. Als dies misslang, entwendete der Verdächtige ein Fahrrad. Er befindet sich nun in Polizeigewahrsam.

Die Pressestelle der Polizei Vechta gab an, dass sich der Täter in einer Ausnahmesituation befunden habe. Obwohl er im ersten Überfall auf den Juwelier seine Identität durch die Abholung des Personalausweises offenbart hatte, zeigte er sich in der Apotheke unmaskiert. Allgemein seien Überfälle auf Apotheken sehr selten. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnet in seinem Jahresbericht 2013 deutschlandweit 216 Fälle von Betäubungsmitteldiebstählen aus Apotheken. Dem gegenüber stehen für das gleiche Jahr mehr als 350.000 Ladendiebstähle.

Raubüberfälle auf Apotheken, bei denen wie im Berliner Fall Bargeld erbeutet wird, werden in den Statistiken des BKA nicht einzeln erfasst. Sie scheinen noch seltener zu sein als Betäubungsmitteldiebstähle: Eine Sonderauswertung für elf Bundesländer ergab 47 Raubüberfälle im Jahr 2013. Apotheken auszurauben ist laut Michael Jeinsen, Geschäftsführer eines Spezial-Versicherungsmaklers für Apotheken, nicht ergiebig. Das liege vor allem daran, dass die Kassen recht häufig geleert würden und sich im Verkaufsraum meist viele Personen aufhielten.

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