Mit Axt erschlagen

Hamburger Apothekermord: Hat die Tat einen politischen Hintergrund? APOTHEKE ADHOC, 14.03.2019 14:06 Uhr

Ende Februar wurden in dem Haus, in dem der Apotheker ermordet wurde, im Rahmen einer „erweiterten Spurensicherung“ nochmals Spuren gesichert. Das Haus ist seit dem 15. Januar beschlagnahmt und versiegelt, es handelt sich um ein leerstehendes Geschäftshaus. Die Vivo-Apotheke befindet sich gegenüber des Tatorts. Kurz nach dem Mord hatte die Hamburger Polizei nach zwei Männern gefahndet, die am Tattag in der Harburger Fußgängerzone aufgefallen waren. Es handelte sich dabei um einen größeren und einen kleineren Mann, die eine Axt und einen Hammer mit sich führten. Trotz öffentlicher Suche gingen hierzu keine konkreten Hinweise ein, auch die Überprüfung von Überwachungskameras verlief ergebnislos.

Die Ermittler verfolgen jetzt einen anderen Ansatz. Joune engagierte sich in der Kleinpartei BIG (Abkürzung für „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“), die sich für Muslime und Migranten in Deutschland einsetzt. Sie entstand aus einem Zusammenschluss mehrerer Splittergruppen, darunter auch die „Muslimisch-Demokratische Union“, die im Visier des Verfassungsschutzes war.

Der Apotheker hatte in seinem Umfeld erzählt, dass er Mitglied einer syrischen „Schattenregierung“ mit Sitz in Paris sei. Er soll dort einen Ministerposten innegehabt haben. Es existieren mehrere Schattenregierungen, sein Engagement bei der Partei BIG war allerdings in seinem Bekannten- und Freundeskreis weitgehend unbekannt. Joune hatte sich für syrische Flüchtlinge eingesetzt und den Verein „Union der Syrer im Ausland e.V.“ gegründet. Während der Flüchtlingskrise hatte er sich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) engagiert, um den Helfern Sitten und Gebräuche seiner Heimat Syrien zu erklären.

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