Patientenbrief gegen Ärztelatein

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Nur 41 Prozent der deutschen Patienten seien bereits „gesundheitskompetent“ und würden ihre ärztlichen Befunde ausreichend verstehen, habe eine Studie herausgefunden, so Jonietz. Der EU-Schnitt liege bei 54 Prozent. Gesundheitskompetenz umfasse zudem, sich im nationalen Gesundheitssystem zurechtzufinden oder selbstständig über Symptome zu informieren.

Eine geringere Gesundheitskompetenz ist problematisch: „Daraus folgt eine geringere Lebenserwartung, da die Patienten weniger Compliance zu ihren Therapien zeigen“, erklärt Jonietz. Einer Studie zufolge koste die mangelnde Therapietreue deutscher Patienten jährlich etwa 10 Milliarden Euro.

Ende Februar hatte die Initiative einen von Google gestifteten Preis in Höhe von 10.000 Euro gewonnen. Bei der Google Impact Challenge wurden digitale Projekte ausgezeichnet. „Was hab' ich?“ hatte sich mit E-Learning-basierten Kommunikationskursen für Medizinstudenten beworben. Über den Onlinedienst konnten seit der Gründung im Jahr 2011 mehr als 27.000 ärztliche Befunde übersetzt werden. Derzeit sind etwa 200 Übersetzer aktiv, wobei schon fast 1400 Mediziner ausgebildet wurden.

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