Beratungs-App

Gestatten, Ada – die Alexa-PTA APOTHEKE ADHOC, 15.08.2018 08:01 Uhr

Ada spricht den Nutzer direkt an und fragt auch nach emotionalen Schäden. Nach etwa 20 Fragen bedankt sich die Helferin und erstellt einen Bericht. „Bitte denk daran, dass dies keine medizinische Diagnose ist“, betont die App. Im Zweifelsfall sollte eine Arztmeinung eingeholt werden. In dem Bericht wird auf mögliche Ursachen verwiesen. Dabei gibt die App an, ob die Beschwerden selbst behandelt werden können: „Personen mit ähnlichen Symptomen können sie normalerweise selbst behandeln, du kannst dich aber auch in einer Apotheke beraten lassen“, rät Ada etwa bei unspezifischen Bauchschmerzen. Ist der Nutzer mit der Antwort unzufrieden, kann er die Datenbank mit den Gründen füttern.

Ende 2017 holte das Unternehmen 40 Millionen Euro für die weitere Expansion ein. Neben neuen Ingenieuren, Wissenschaftlern und Medizinern sollte vor allem ein Büro in den USA her. In London und München gibt es bereits Niederlassungen. Eine Investmentgruppe des russischstämmigen Multimilliardärs Len Blavatnik (Warner Music Group) hat den größten Teil der 40 Millionen Euro beigesteuert. Der Rest kam unter anderem vom Technologie-Investor June Fund, der mittelbar mit Google verbunden ist, sowie vom Investor William Tunstall-Pedoe, dem Erfinder der Technologie hinter Amazons Alexa-System.

Hierzulande will die Firma derzeit die Bekanntheit erhöhen. In Berlin wird seit Monaten immer wieder mit großflächigen Plakaten in Bahnhöfen auf die kostenlose Dienstleistung hingewiesen. Im Juni war Nathrath mit vier weiteren App-Anbietern bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), um die Dienstleistung vorzustellen. „Entscheidend für unseren Erfolg in Deutschland wird sein, die Leistungserbringer, sprich Kassen und Versicherungen, mit an Bord zu holen. Für sie bieten wir einen erheblichen Mehrwert, indem Patienten bereits mit unseren Analyseergebnissen zum Arzt gehen – und indem Patienten direkt zum richtigen Arzt verwiesen werden. Wir sind hier in sehr guten Gesprächen mit Kassen und Versicherungen“, sagte Nathrath Ende 2017 in einem Interview.

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