Geländewagen: Apotheker trainieren für Notfälle

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Pro Kurs sind es durchschnittlich 25 Teilnehmer. Ihr Alter reicht von Anfang zwanzig bis Ende 50, einige sind noch im Studium und stehen kurz vor dem Examen. Die Notfälle, auf welche sich die Apotheker, PTA und Pharmazeuten vorbereiten sind unterschiedlich. Bei Katastrophen müssen die Kollegen schnell abrufbar sein, sie müssen im Schnitt mit 14-tägigen Einsatzzeiten rechnen. Bei Projekten, wie der dauerhaften pharmazeutischen Betreuung in Elendsvierteln der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, sind dann vierwöchige Aufenthalte üblich.

AoG schickt seine Freiwilligen nicht in Kriegs- oder Konfliktgebiete. Trotzdem können sowohl bei Katastropheneinsätzen als auch in solchen Regionen wie Buenos Aires schwierige bis gefährliche Situationen entstehen. Deshalb ist Sicherheitstraining in den Kursen ein großer Schwerpunkt. Die Teilnehmer lernen, wie sie sich bei Evakuierungen, Überfällen, bei Raub und Entführung verhalten sollen, und wie sie durch Deeskalation die Gefahr aus zugespitzten Situationen wieder raus nehmen können.

Dazu gehören auch Hinweise, wie man vor Ort mit Behörden, Polizei und Militär spricht oder mit UN- und NATO-Truppenmitgliedern, dazu kommen interkulturelle Kompetenz, Überlebens- und Selbstverteidigungstipps und auch eine Funkausbildung. In Rollenspielen werden dann verschiedene Situationen trainiert. Beim sogenannten Stresstest für die Teilnehmer ist der Münchner Psychologe Andreas Hänsel dabei. Er hat neben langjähriger Rettungsdiensterfahrung eine Sonderausbildung in Psychotraumatologie.

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