Die grüne Fee aus der Apotheke

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Zugleich stand das Getränk in dem Ruf, abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich zu ziehen. Als Ursache wurde der relativ hohe Gehalt der neurotoxischen Substanz Thujon vermutet, die in hohen Dosierungen Erbrechen, Magen- und Darmkrämpfe, Harnverhaltung, in schweren Fällen Benommenheit, Nierenschäden und zentrale Störungen, darunter auch Schwindel, Halluzinationen und Wahnvorstellungen, auslösen kann.

Ob tatsächlich das Thujon für die früher bei Absinth-Trinkern festgestellten gesundheitlichen Schäden verantwortlich zeichnet, wird heute angezweifelt. Absinth enthielt auch beträchtliche Mengen an Schwermetallsalzen und anderen bedenklichen Bestandteilen, die ganz gewiss dem Körper nicht zuträglich sind. Um dem Absinth das charakteristische Aussehen – milchige Trübung bei Verdünnung beziehungsweise Kühlung – und die typische grüne Farbe zu verleihen, wurden bisweilen Zusatzstoffe, wie Indigo, Anilingrün, Kupfersulfat, Kupferacetat und Antimontrichlorid hinzugefügt.

Ein zusätzliches Problem des Absinths des 19. Jahrhunderts war, dass der verwendete Alkohol oft minderwertig war. Rückblickend wird dies in Verbindung mit dem sehr hohen Alkoholgehalt als die vorrangige Ursache des im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verbreiteten so genannten Absinthismus angesehen.

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