Feierabendräuber schlägt wieder zu

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Denn als ihre angestellte Apothekerin am Abend des Überfalls mit einer Kollegin ihren Dienst tat, sah sie den Räuber bereits rund eine halbe Stunde vor der Tat. „Er saß auf dem Platz vor der Apotheke auf einer Bank und hat ein Bier getrunken“, erinnert sich die überfallene Apothekerin Caroline Schuldt. „Meine Kollegin hat ihn beobachtet und mir gezeigt. Aber man kann sich ja nicht jedes mal verrückt machen, wenn da einer sitzt und Bier trinkt.“ Hätte sie ihn erkennen können, ein Anruf bei der Polizei hätte die Raubserie wahrscheinlich beendet.

Warum also veröffentlicht die Polizei weder Phantombild noch Täterprofil? „Das Ermittlungsverfahren wird seitens der Staatsanwaltschaft Berlin geführt“, antwortet die Polizei auf Anfrage. „Auskünfte zu laufenden Ermittlungen und polizeilichen Maßnahmen können daher durch die Polizei Berlin nicht erteilt werden.“ Die Staatsanwaltschaft wiederum hat eine Anfrage bisher nicht beantwortet.

Mittlerweile informieren sich die Apotheker der Region gegenseitig und versuchen sich zu warnen. Eine Täterbeschreibung kommt von der überfallenen Apothekerin Carolin Schuldt aus der Wartenberger Apotheke. Groß und kräftig sei der Täter, aber nicht dickt. Er habe breite Schultern, sei wahrscheinlich zwischen 25 und 30 Jahre alt und habe eine eher dunkle Hautfarbe. Das einzige Auffällige an seinem Äußeren sei die Akne im Wangenbereich, Piercings oder Tattoos habe sie nicht gesehen. Außerdem hat sein wenig professionelles Vorgehen der Polizei eine Spur gebracht: Die Bierflasche, die er vor der Apotheke getrunken hatte, wurde samt Fingerabdrücken sichergestellt.

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