Ermittler heben Netzwerk für illegalen Arzneimittelhandel aus

, Uhr aktualisiert am 26.10.2020 12:34 Uhr

In den vergangenen fünf Jahren hatte der Zoll allein am Frankfurter Flughafen 6000 Briefe und Päckchen sichergestellt, die an in Deutschland ansässige Abnehmer des illegalen Netzwerkes adressiert waren. Zudem hatte der Zoll in Frankfurt weitere 1700 Postsendung mit mehr als 100.000 Tabletten und Pillen sichergestellt.

Die Palette der Medikamente reichte von Abnehmpillen über Potenzmittel bis hin zu Krebsmedikamenten und Arzneien, die gegen Covid-19 helfen sollen. In die USA seien vor allem Schmerzmittel geliefert worden, die nach dortiger Gesetzeslage unter die Betäubungsmittelrichtlinien fallen.

Das Netzwerk sei auch anderen kriminellen Versendern angeboten worden, wodurch die Gewinne potenziert worden seien. Das Geld sei über ein schwierig zu durchschauendes Geflecht von Scheinfirmen in Singapur, Hongkong und den Britischen Jungferninseln geflossen. „Aus unserer Sicht sind die beiden Münchner die Hauptverantwortlichen dieses Modells”, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Goger.

Schon im Januar 2018 habe die spanische Nationalpolizei Ermittlungen in der Sache geführt und 25 Menschen festgenommen, hieß es. Dabei seien eine halbe Million Pillen sichergestellt und Vermögen im Wert von 400.000 Euro eingefroren worden.

 

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