Schizophrenie-Schicksal

Eleanor & Colette: Gemeinsam gegen die Pharmaindustrie Silvia Meixner, 19.04.2018 14:42 Uhr

Die Krankenschwester und Patientenrechtsanwältin Colette Hughes prangert an, dass Patienten aus Bequemlichkeit ruhig gestellt werden. Gemeinsam kämpfen die beiden Frauen gegen die Ungerechtigkeit und am Ende passiert ein kleines Wunder: Sie setzen vor Gericht ein Mitspracherecht bei der Medikation von Patienten mit psychischen Krankheiten durch.

Im Jahr 1987 entschied der kalifornische State Court, dass selbst zwangseingelieferte Patienten das Recht haben, über die Anwendung von Psychopharmaka informiert zu werden und über deren Einnahme mitzubestimmen. Es ist ein Meilenstein in der US-Medizingeschichte, die Situation vieler Patienten hat sich seitdem maßgeblich verbessert. Seit 1987 kann eine unfreiwillige psychiatrische Behandlung in den USA nur noch mit richterlicher Entscheidung durchgeführt werden.

Regie bei „Eleanor & Colette“ führte der Däne Bille August („Das Geisterhaus“, „Nachtzug nach Lissabon“), das Drehbuch schrieb Mark Bruce Rosin. Die Deutsche Annette Focks komponierte die Filmmusik. Der Film startet bundesweit am 3. Mai in den Kinos.

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