Einkaufszentrum

Dumpingpreise in der Polenmarkt-Apotheke Torsten Bless, 24.02.2018 09:22 Uhr

Zum 1. November eröffnete Sharif die Apotheke am Markt in einem festen Container. Mit Offizin, Büro und Labor kommt er auf 100 Quadratmeter. Selbst mag er sich nicht äußern. „Das Geschäft ist gut angelaufen“, weiß aber Gesch aus Gesprächen mit dem Inhaber. „Das muss sich noch entwickeln, gerade am Anfang geht es eher langsam los.“

Die Apotheker auf der deutschen Seite warten erst einmal ab. „Schön ist das nicht“, bekennt Birgit Luttenberger von der Brunnen-Apotheke im direkt an der Grenze gelegenen Bad Freienwalde. „Mir gibt das zu denken. Für mich stellt sich da auch die Frage, ob der Kollege auch vom deutschen Großhandel beliefert wird.“

Der Medikamententourismus zu den östlichen Nachbarn sei kein neues Phänomen. „Bei bestimmten Warengruppen ist der Absatz in den letzten Jahren zurückgegangen. Unsere Patienten erzählen, dass sie wegen der günstigeren Preise Schmerzmittel, Rheumaeinreibungen oder Nahrungsergänzungsmittel in Polen kaufen.“ Die Neueröffnung im Einkaufsparadies habe sich noch nicht sichtbar auf den Umsatz ausgewirkt. „Umgekehrt lösen aber viele Polen bei uns ihre Rezepte ein. Da ist es manchmal allerdings etwas schwierig mit der Verständigung.“

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