Die Apothekerin in ihr wachgeküsst

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Doch nicht nur dort tummelte sie sich, erzählt Mohrenwieser. „Ich habe sie mit dem Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) und dem Neuen Rezeptur-Formularium (NRF) vertraut gemacht. Sie bekam auch die Erstversorgung in der Apotheke mit, etwa wenn ein Kunde mit einer Schnittwunde zu uns kommt.“ Und sie habe sich selbst in der Berufsberatung erprobt, beobachtete der Pharmazeut. „An zwei Tagen hatten wir eine aus Syrien stammende Abiturientin hier, die sich über die Arbeit der Apotheke kundig machte. Mit ihr hat sich Frau Rother gleich unterhalten.“

Rothers vorläufiges Resümee ist geradezu euphorisch. „Ich finde es so abwechslungsreich, was ich in der Apotheke alles machen kann“, sagt sie. Der intensive Patientenkontakt gefalle ihr sehr. „Die Arbeitstage verfliegen, weil es mir sehr viel Spaß macht.“ Auch die Atmosphäre im Team habe es ihr angetan. „Ich war beeindruckt, wie Herr Mohrenwieser mit seinen Kunden und Patienten umging“, bekennt die Studentin. „Auch vom Fachwissen der Mitarbeiterinnen war ich begeistert. Ich bin ja gerade erst im dritten Semester, eine PTA hat mich an ihren Erfahrungen gerade in der Rezeptur teilhaben lassen.“

Der Apotheker kann das Lob nur zurückgeben. „Frau Rother ist sehr wissbegierig, fleißig und hat eine gute Auffassungsgabe.“ Von berufsorientierenden Programmen wie MINT ist Mohrenwieser überzeugt. „Wenn junge Menschen die umfangreichen Arbeitsabläufe in einer Apotheke von innen heraus kennen lernen und etwas für die Naturwissenschaften übrig haben, dann kann sich daraus eine Berufsperspektive ergeben“, betont er. „Ich kann daher nur an unsere Kollegen appellieren, jede Chance zu nutzen, junge Menschen in die Apotheke zu holen.“ Er selbst gehe mit gutem Beispiel und Eigeninitiative voran: „Wir haben hier regelmäßig Pharmazie-, PTA- und Schülerpraktikanten.“

Vier Wochen hat Rother von ihrer Famulatur bereits abgeleistet. „Im März kehrt sie für die restlichen Wochen zurück“, sagt Mohrenwieser. Womöglich werde sie später als PhiP auf den Abschluss vorbereitet. Auch Rother denkt derzeit noch an eine Rückkehr in die Heimat. „Aber ich studiere noch drei Jahre in Frankfurt, da kann noch viel passieren.“

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