Pharmaziestudenten erhalten Carl-Friedrich-Mohr-Preis

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Berlin -

Der Apothekerverband Nordrhein will die besten Pharmazie-Absolventen des Jahres für die Arbeit in der Apotheke vor Ort begeistern. Mittel der Wahl: Ihnen Anerkennung zukommen lassen. Deshalb wurde am Freitag der Carl-Friedrich-Mohr-Preis verliehen. Die drei frisch gebackenen Pharmazeuten Kathryn Hauschild, Rabea Voget und Thi Hai Duyer Dao konnten sich über einen Award freuen. Vorstandsmitglied Dr. Markus Reiz.

Rahmen war die Absolventenfeier der Universität Bonn, bei der die Fachgruppe Pharmazie die Zeugnisse an die Absolventen des Jahrgangs verliehen hat. Reiz, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. und Vorsitzender des Apothekerverbandes Bonn-Rhein-Sieg e.V., war für ein Grußwort angereist.

Er nutzte es, um für den Berufsstand zu werben. Das Studienfach Pharmazie erfreue sich großer Beliebtheit erfreue, so Reiz. So habe das statistische Landesamt erst kürzlich zentrale Ergebnisse zu den Zahlen der Pharmazie-Studierenden in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Demnach habe die Anzahl der Pharmaziestudierenden zugenommen, obwohl sich die Gesamtzahl der Studierenden in NRW etwas verringert habe. Auch der Anteil derjenigen, die in der öffentlichen Apotheke tätig sind, habe sich statistisch gesehen erhöht.

Demnach arbeiteten von den nunmehr rund 66.000 Apothekerinnen und Apothekern in Deutschland knapp über 52.000 in öffentlichen Apotheken. Reiz sieht das als Zeichen, dass der Arbeitsplatz Apotheke für Absolventen eine interessante Perspektive mit unterschiedlichen Tätigkeits- und Verantwortungsoptionen ist und bleibt. So könne man als angestellter Apotheker arbeiten, eine Filiale leiten und auch als Apothekenleiter eine eigene Apotheke betreiben. Bei der Existenzgründung würde man von Kammer und Verband aktiv unterstützt.

„Der Apothekerberuf, und hier spreche aus langjähriger Erfahrung, ist und bleibt spannend. Man ist als freier Heilberufler unabhängig von Konzerninteressen tätig und hat eine an Bedeutung zunehmende wichtige Aufgabe in einer älter werdenden Gesellschaft“, so Reiz. Vor allem die älter werdende Gesellschaft sei dabei für die jungen Pharmazeuten eine Chance. Denn der demographische Wandel mache auch vor Apothekerinnen und Apothekern nicht halt. Ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker werde künftig ihre Apotheke altersbedingt abgeben müssen – Angst, keine Offizin abzubekommen, muss also kein junger Pharmazeut haben.

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