Apothekerverbände bleiben zweckoptimistisch

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Die Apotheken in Hessen sehen trotz erhöhter Nachfrage keinen Engpass beim Grippeimpfstoff. „Wir sind sicher, dass alle, die geimpft werden wollen, auch geimpft werden können“, sagt Katja Förster, Sprecherin des Hessischen Apothekerverbands (HAV). In Hessen wurden für die Grippesaison 2020/2021 rund 150.000 Dosen geordert. Damit wurde nicht mehr bestellt als im Winter 2019/2020.

Anders als in anderen Bundesländern wird der Grippeimpfstoff in Hessen weitgehend zentral geordert. Der HAV fragt im Vorfeld bei Ärzten ab, wie viele Dosen sie brauchen, und reserviert dann ein entsprechendes Kontingent. Ärzte und Apotheken können darüber hinaus weitere Dosen direkt bei Herstellern bestellen. Die Impfstoffdosen werden nach und nach freigegeben und ausgeliefert. Dabei könne es „zeitweise zu regionalen Problemen bei der Zustellung“ kommen, sagte Förster. Außerdem könne es sein, dass einzelne Ärzte die Nachfrage unterschätzt und zu wenig bestellt hätten – oder dass sie zuerst Risikopatienten und Ältere impfen wollten.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern geht trotz einer erhöhten Nachfrage den Praxen und Gesundheitsämtern der Impfstoff nach Angaben von Ärzte- und Apothekerverband nicht aus. „Wir haben ausreichend auf Lager“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Stefan Zutz. Vorsorglich hätten die Hausärzte 20 bis 30 Prozent mehr Impfdosen bestellt. „Schon jetzt haben sich mehr Patienten impfen lassen als im Vorjahr“, so Zutz. Er ging davon aus, dass sich etwa jeder vierte Patient in den Praxen erstmalig impfen lasse.

Auch in den Gesundheitsämtern sei Impfstoff verfügbar, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. Aktuell komme es aber zu Verzögerungen bei der Auslieferung bestellter Impfdosen. „Deshalb wird auf das Kontingent des Gesundgesundheitsministeriums zurückgegriffen“, hieß es. Insgesamt wurden 33.000 Impfdosen geordert, 27.000 seien bereits ausgeliefert.

Wie der Geschäftsführer des Apothekerverbandes, Carsten Pelzer, sagte, haben sich auch die Apotheken Impfdosen beim Bund reserviert. „Wie viel davon kommt, können wir nicht vorhersagen.“ Im Moment gebe es aber keine Not. Auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung liegen keine Hinweise auf Lieferschwierigkeiten von Impfstoff vor. „Vereinzelt kommt es, wie jedes Jahr, regional zu erhöhten Nachfragen.“

 

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