Apotheke vs. Drogerie: Welche Medikamente sind besser?

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Einige Hersteller fahren zweigleisig und bieten in der Drogerie ein Pendant zur Apothekenmarke an. Siemens & Co. setzt in der Apotheke auf Emser und im Mass Market auf Emcur. Aus Köln kommen Neo Angin und Anginetten – allerdings mit anderer Zusammensetzung. Außerdem setzt Klosterfrau mit Sinulind plus Nasenspray und Sinulidn Erkältungskapseln mit Eukalyptus auf das bekannte und vertraute Nasic-Design der Apotheke. Queisser vetreibt Doppelherz als „System“ in der Drogerie und als „Aktiv“ in der Apotheke.

Apotheker sind vielleicht die letzten Einzelhändler, auf deren Befindlichkeiten in Sachen konkurrierende Vertriebswege die Hersteller noch Rücksicht nehmen. Als Paradebeispiel dafür, wie man es sich mit dem Berufsstand verderben kann, dient Lichtwer: Ende der 1990er Jahre hatte der Berliner Hersteller sein Knoblauchprodukt Kwai in die Drogerie gebracht. Die Apotheker straften das Unternehmen gnadenlos ab; selbst der Versuch, den Fehler wiedergutzumachen, scheiterte: Die Insolvenz ließ sich nur durch einen Verkauf vermeiden.

Dass Hersteller beide Vertriebswege bedienen, hat unterschiedliche Hintergründe. Manche Unternehmen haben dezidiert Marken für die Offizin entwickelt, darunter die Kosmetikkonzerne Beiersdorf (Eucerin) und L'Oréal (Vichy). Andere Firmen sind durch Zukäufe in neue Handelskanäle geraten, etwa Omega mit Abtei, Dr. Kade mit Sanostol, Dermapharm mit Hübner oder Dr. Theiss mit Lacalut.

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