Homöopathin wechselt die Seiten

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Erst vor kurzem hatte das Magazin Geo eine ähnliche Karriere vorgestellt: Professor Dr. Edzard Ernst hatte als Mediziner in den 1970er Jahren in einem homöopathisch geführten Krankenhaus gearbeitet. In dieser Zeit habe er gelernt, mit weißen Kügelchen „Wunder“ zu vollbringen. „Bei vielen Patienten besserte sich der Zustand in beeindruckender Weise“, berichtete er in seinem Gastbeitrag. Die angewendeten Behandlungsmethoden habe er zu dieser Zeit aber kaum kritisch hinterfragt. Das machte Ernst viel später – und zwar als er in Exeter den Lehrstuhl für Komplementärmedizin aufbaute.

Jahrelang habe er dort zusammen mit seinen Mitarbeitern intensiv geforscht und etliche Therapieformen unter die Lupe genommen. Manche Verfahren der Alternativmedizin hätten dabei gut abgeschnitten. Insgesamt sei die Bilanz durchwachsen gewesen. Doch gerade für die Homöopathie seien die Ergebnisse ziemlich niederschmetternd gewesen.

„Homöopathie kann lebensgefährlich sein“, schrieb Ernst und griff Pharmazeuten, Mediziner und Politiker gleichermaßen an. Apotheker verhalten sich nach Einschätzung von Ernst unmoralisch, wenn sie ihren Kunden „Placebo“ verkaufen. Ärzte kritisierte er dafür, dass sie ihren Patienten zum Teil widerlegte Therapieformen anbieten, nur um Geld zu verdienen. Außerdem bemängelte er, dass es Politiker gebe, die die Alternativmedizin unterstützten, obwohl sie nicht das geringste medizinische Verständnis hätten.

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