Ärzte drohen mit Praxisschließung

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Auch die Ärzte in Brandenburg fordern mehr Schutzmaterial. Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Peter Noack, bezeichnete die Lage als „höchst angespannt“. „Das Schutzmaterial ist allgemein nicht mehr vorhanden. Es geht um Schutzbrillen, Masken und Kittel“, sagte Noack der Zeitung „Der Prignitzer“.

Die Lieferung von 50.000 Schutzmasken am vergangenen Wochenende reiche nicht, weil jeder nur 10 bis 15 Stück bekomme. „Wir brauchen Hunderttausende“, sagte Noack. „Außerdem mangelt es an Desinfektionsmitteln und der allgemeine Praxisbedarf ist nur schwer lieferbar.“

Bei Hausärzten rufen nach Auskunft der KV unzählige Patienten an, die beraten werden wollen. „Die Anruferzahl nimmt exponentiell zu“, sagte der KV-Vorstandschef. „Und die Haus- und Kinderärzte müssen irgendwie die Notwendigkeit einer Testung feststellen, das läuft im Großen und Ganzen auch.“ Getestet werde, wenn jemand Symptome zeigt, Kontakt zu einem Risikopatienten hatte oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. „Wir machen weiter keine Wunschtestungen – denn das ist von der Kapazität her nicht zu schaffen“, sagte Noack. Bei der Versorgung durch die Ärzte gibt es nach seinen Angaben keine Probleme: „Wer ambulant behandelbar ist, wird gut versorgt.“

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