Berlin -

Cannabis-Patient:innen müssen nicht nur mit Blüten, sondern auch mit Hilfsmitteln zur Anwendung versorgt werden. Viele Patient:innen setzen dabei auf Vaporiser. Mit den Geräten wird die Blüte verdampft.

Patient:innen, die zum ersten Mal Cannabis verordnet bekommen, müssen auch über die verschiedenen Arten der Einnahme informiert werden. Bei einer Erstverordnung von Blüten wird zumeist ein weiteres Rezept über das entsprechende Hilfsmittel vorgelegt. Hoch im Kurs stehen hier die Vaporiser. Die Cannabisinhalatoren verdampfen die Blüte und setzen hierdurch THC, CBD und weitere Wirkkomponenten frei. Vorteil der Vaporiser: Es wird kein zusätzlicher Tabak benötigt und die Verdampfungstemperatur ist kontrollierbar und gleichbleibend.

Wichtig: Vaporiser können nur dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden, wenn die Genehmigung für die Blüten bereits vorliegt. Dann kann die Apotheke einen Kostenvoranschlag für das Hilfsmittel stellen und der Patient/die Patientin kann sich die Übernahme der Kosten durch die GKV bestätigen lassen. Mobile Vaporiser kosten rund 200 bis 400 Euro. Stationäre Varianten sind preisintensiver und kosten rund 400 bis 600 Euro. Die Modelle müssen für eine Kostenübernahme medizinisch zugelassen sein. Apotheken können beispielsweise die Modelle der Firma Storz & Bickel bestellen. Als mobile Variante hat das Unternehmen den Mighty Medic Vaporiser im Sortiment, als stationäre Variante steht der Volcano Medic 2 zur Verfügung.

Vaporiser verfügen über einen Heißlufterzeuger. Bei den mobilen Varianten wird dieser mittels Akkuleistung versorgt. Die heiße Luft steigt dann bei Benutzung des Gerätes bis zur Füllkammer auf. Durch das Konvektionsprinzip (kalte Luft wird in einem Rohrsystem entlang des Brennraumes geführt) wird die Luft erwärmt und die angeschlossene Füllkammer wird nach dem Konduktionsprinzip (Art der Wärmeleitung/des Wärmeflusses) erhitzt. Die heiße Luft umströmt die eingelegten Blüten und bildet ein Aerosol. Bevor dieses vom Patienten eingeatmet werden kann, muss es zunächst in der Kühleinheit heruntergekühlt werden. Die Verdampfung findet bei ungefähr 180 Grad statt.

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