Cannabidiol, THC, Vollspektrum & Co.

Blüte oder Extrakt – was sind die Unterschiede? APOTHEKE ADHOC, 25.03.2020 18:30 Uhr

Im NRF sind vier Herstellungsanweisungen zu Cannabisblüten festgehalten. Neben Cannabisblüten zur Teezubereitung (NRF 22.11.) und Cannabisblüten zur Inhalation nach Verdampfung (NRF 22.12.) existieren zwei weitere Vorschriften für die jeweiligeAbpackung in Einzeldosen: Cannabisblüten in Einzeldosen zu 0,25 g / 0,5 g / 0,75 g zur Teezubereitung (NRF 22.15.) und Cannabisblüten in Einzeldosen zur Inhalation nach Verdampfung (NRF 22.13.).

Vollspektrum-Cannabisextrakte

Im Gegensatz zu den Blüten der Pflanze, die mittels eines Verdampfers inhaliert werden müssen, sind Vollspektrum-Cannabisextrakte, zum Beispiel von Tilray, für die orale Anwendung gedacht. Es handelt sich um Tropfen zum Einnehmen, die ein Rezepturarzneimittel darstellen. Im Vergleich zu inhalierten Cannabisblüten setzt die Wirkung bei oral eingenommenen Cannabisextrakten langsamer ein und hält länger an. Die Wirkung tritt meist nach ungefähr 60 bis 90 Minuten nach der Einnahme ein und hält bis zu zehn Stunden an. Die Wirkdauer hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, beispielsweise von der Art und Menge der Nahrung im Magen zum Zeitpunkt der Einnahme.

Einnahme und Dosierung

Die öligen Lösungen werden zur oralen Einnahme auf einen Löffel gegeben. Um Verluste zu vermeiden, können die Extrakte auch direkt in den Mund getropft werden. Die Dosisfindung kann einige Zeit in Anspruch nehmen, sodass der Patient zu Beginn der Therapie praktisch ausprobieren muss, bei welcher Dosierung er die optimale Wirkung erfährt. Darüber hinaus kann es bei der Einnahme von Cannabisextrakten zu Nebenwirkungen kommen. Je höher die Dosierung, desto stärker können die Nebenwirkungen ausfallen.

Während CBD von den meisten Patienten gut vertragen wird, hängt die Toleranz gegenüber THC von individuellen genetischen Variationen in metabolischen Enzymen gegenüber dem Medikament ab. Deshalb sollten die Titrationspläne schriftlich festgehalten werden – die Dosierung kann nach und nach gesteigert werden. Als Standard wird eine Initialdosis von 2,5 mg THC pro Tag bei Patienten über 18 und unter 70 Jahren angesehen. Die Dosissteigerung sollte abends stattfinden, um eventuell auftretende Nebenwirkungen im Schlaf zu erfahren.

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