Wie die Apobank an der AvP-Krise verdient

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„Was mich an der ganzen Sache stört, ist nicht die Tatsache, dass die zusätzlich ein paar hundert Euro mehr mit mir verdienen, sondern dass sie sich öffentlich als Helden der AvP-Krise feiern, dabei aber eigentlich nur einen Haufen Geld zusätzlich verdienen.“ In der Öffentlichkeit und bei der Politik habe das zu dem Trugschluss geführt, dass die Apotheken sich selbst helfen können, durch die Unterstützung der Apobank, der Großhändler oder anderer Rechenzentren. „Ich will nicht undankbar sein, ohne die Erhöhung der Kreditlinie wäre ich zahlungsunfähig, aber die Außendarstellung geht überhaupt nicht“, so der Apotheker.

Die Apobank bestreitet auf Nachfrage nicht, dass diese Gebühren erhoben wurden: „Es handelt sich um ein Gebührenmodell, das etabliert ist und für alle Heilberufler gilt.“ Doch die Bank gibt ein Versprechen: „Wir genehmigen den betroffenen Apothekern Überziehungen kulant und verzichten im kommenden Quartal auf den zusätzlichen Überziehungszinssatz.“

Entscheidend für die von der AvP-Pleite betroffenen Kunden sei ohnehin gewesen, adhoc und unbürokratisch die Liquidität zu sichern. „Entsprechend schnell – mittels bestehender Kreditlinien – haben wir gehandelt und stehen hier weiterhin zur Seite“, so eine Sprecherin. Finanzierungshilfen und Überbrückungskredite würden „grundsätzlich individuell angepasst“. Gemeinsam mit den Kunden suche man „nach angemessenen und guten mittelfristigen Lösungen“.

 

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