OTC-Hersteller

Wegen Voltaren: Pfizer muss Thermacare verkaufen Patrick Hollstein, 11.07.2019 09:06 Uhr

Mit diesen Verpflichtungszusagen werden die Überschneidungen zwischen den Geschäftstätigkeiten von GSK und der Pfizer-Sparte für rezeptfreie Gesundheitsprodukte der Kategorie „Schmerzmittel zur äußerlichen Anwendung“ laut EU-Kommission im EWR fast vollständig beseitigt. Daher werfe der geplante Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken mehr auf. Die Genehmigung ist an die Auflage geknüpft, dass die Zusagen vollständig erfüllt werden.

Die beiden Konzerne hatten kurz vor Weihnachten vereinbart, ihre jeweiligen OTC-Sparten in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Unter dem Dach der neuen Firma finden sich Medikamente wie das Schmerzgel Voltaren und das Schmerzmittel Spalt. GSK soll an dem neuen Unternehmen 68 Prozent der Anteile halten. Ein Börsengang innerhalb von drei Jahren ist geplant.

GSK bringt Erlöse von 7,1 Milliarden Pfund und einen Ertrag von 900 Millionen Pfund in die Ehe mit, Pfizer steuert 2,7 Milliarden Pfund Umsatz und 400 Millionen Pfund Gewinn bei. Ein Drittel des Umsatzes kommt künftig aus den USA, 28 Prozent aus Europa und 39 Prozent aus anderen Ländern. Pfizer hat einen Schwerpunkt in den USA (53 Prozent), während es bei GSK nur 26 Prozent sind. Europa spielt für Pfizer mit 14 Prozent eine kleinere Rolle als für GSK (33 Prozent), genauso wie der Rest der Welt (33 vs. 41 Prozent). In den USA soll das neue Unternehmen die Nummer 1 sein, in China die Nummer 2. Auch in Europa, Indien und Australien belegt der Gemeinschaftskonzern einen der vorderen Plätze.

Nummer 1 ist das Gemeinschaftsunternehmen weltweit in den Kategorien Schmerz, Mundhygiene, Atemwegserkrankungen und Vitamine. Mit Verdauungsprodukten ist GSK/Pfizer nach eigenen Angaben die Nummer 2, mit dermatologischen Produkten die Nummer 3. Die zehn größten Marken machen 80 Prozent des Umsatzes aus, darunter Advil, Thermacare, Centrum und Nexium.

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