Warentest: Vitamin-D-Pilze sinnvoll – für einige

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Das Ergebnis zeigt – das Bestrahlungsverfahren funktioniert. Im Durchschnitt konnte im Labor ein Vitamin D-Gehalt von 9,6 µg pro 100 g ermittelt werden. Konventionelle Champignons können einen Vitamin D-Gehalt von etwa 0,3 µg pro 100 g vorweisen. Im ersten Testkriterium halten die Pilze also, was sie versprechen. Es ist 30-mal mehr Vitamin D enthalten.

Bei aller Euphorie hat Warentest jedoch einen „Mangel“ entdeckt. „Vor dem Hintergrund, dass sich die Vitamin-D-Gehalte der Spezial-Champignons so stark unterschieden, halten wir die präzise Vitamin-D-Angabe auf der Packung von 6,25 µg pro 100 g für scheingenau“, schreiben die Tester. Außerdem seien die Pilze nicht richtig deklariert. Gemäß Novel-Food-Verordnung lautet die korrekte Bezeichnung „UV-behandelte Pilze (Agaricus bisporus)“ und nicht „Vitamin D Pilze“ und „Kulturchampignon“, wie auf dem Etikett zu lesen ist. Den Hinweis von Warentest wird Kaufland umsetzen. „Im Rahmen einer Überarbeitung der Verpackung wird die Kennzeichnung gemäß der aktuellen Verordnung ‚UV-behandelte Pilze (Agaricus bisporus)‘ lauten“, teilt die Supermarktkette mit.

Aber ist ein Verzehr sinnvoll? Das Fazit: „Die Pilze sind sinnvoll für alle, die nicht optimal mit Vitamin D versorgt sind.“ Wer sein Vitamin-D-Konto aufpeppen möchte, könnte zu den Pilzen greifen. Wer an einem Mangel leide, sollte sich jedoch nicht auf die Egerlinge allein verlassen, sondern mit einem Arzt Rücksprache halten. Die Champignons könnten eine Beitrag zur Vitamin-D-Versorgung leisten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht den Pilzen laut Warentest positiv gegenüber. „Bei gesunden Erwachsenen können sie den Vitamin-D-Status signifikant verbessern“, wird DGE-Sprecherin Silke Restemeyer zitiert.

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