Versandapotheken

Von Gehe zu DocMorris Patrick Hollstein, 26.07.2017 11:02 Uhr

Berlin - Mehrere hundert Millionen Euro haben Shop-Apotheke und der DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose an der Börse eingesammelt. Das Geld investieren die niederländischen Versender nicht nur in TV-Werbung und Preissenkungen, sondern auch in Personal. In Heerlen hat jetzt ein ehemaliger Gehe-Manager angeheuert.

Philipp Storb, bis Ende vergangenen Jahres Regionalleiter Nord bei Gehe, ist seit Anfang Juli als Vice President bei DocMorris für den kompletten Einkauf zuständig. Damit ist er für den Kontakt zur Pharmaindustrie und zum Großhandel verantwortlich: Die Hälfte bestellt DocMorris direkt bei den Herstellern, den Rest – direkt oder über die Tochterfirma Centropharm mit Sitz in Aachen – bei Groß- und Zwischenhändlern. 50 Prozent des Einkaufs entfallen auf die Top-5-Lieferanten.

Vor allem akuten Bedarf kauft DocMorris über den Großhandel ein. In Heerlen werden rund 15.000 unterschiedliche Produkte vorrätig gehalten, mit denen rund 70 Prozent der Bestellungen beliefert werden können. Der Rest wird auf Anfrage zeitnah beschafft und ausgeliefert. Der Lagerumschlag ist gewaltig: Zwischen 18.500 und knapp 90.000 Packungen verlassen täglich das Logistikzentrum, in Spitzenzeiten werden bis zu 25.000 Pakete mit 120.000 Packungen verschickt. Die Logistik übernehmen DHL, Hermes und Trans-o-flex.

Storb ist Wirtschaftsingenieur und war Ende 2009 von der Unternehmensberatung Kienbaum als Assistent von Geschäftsführer André Blümel nach Stuttgart gekommen. Im Herbst 2012 übernahm er die Leitung Key Account. Außerdem war er im Bereich National Gruppen und Versandhandel tätig. Seit Februar 2015 war er außerdem für den Bereich External Affairs zuständig, saß etwa im Brasilien-Board beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Im Frühjahr 2016 wurde ihm die Verantwortung für den Vertrieb in Hamburg, Delmenhorst, Porta Westfalica und Schwerin übertragen.

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