Bei apothekenpflichtigen Produkten geht das natürlich nicht. Hier haben die Versender die Amazon-Spielwiese für sich allein. Und viele nutzen diese für eine Doppelpreisstrategie: Die 40er-Packung Aspirin plus C verkauft Aponeo bei Amazon aktuell für 10,52 Euro. Im eigenen Shop der Versandapotheke gibt es das Produkt für 9,29 Euro – ein Differenz von immerhin 13 Prozent. Auch andere Versender nutzen auf diese Weise die Bequemlichkeit einiger Amazon-Kunden.

Die Zeiten, in denen Amazon keine günstigeren Angebote neben sich duldete, sind vorbei. Nur eines dürfen sich die Händler in ihren Shops nicht erlauben: den Kunden enttäuschen. Gibt es zu viele negative Nutzerbewertungen wegen schlechter Lieferfähigkeit, listet Amazon den Partner aus – unabhängig von dessen Größe.

Die Bedeutung der Plattform sei für die Versandapotheken sehr unterschiedlich, erklärt Kaske. Einige nutzten Amazon eher als Schaufenster für die eigene Bekanntheit, andere machten 80 Prozent und mehr ihres Versandumsatzes nur über diesen Kanal. „Das ist natürlich ein großes Risiko“, so Kaske. Denn was, wenn sich der Konzern plötzlich für eine exklusive Partnerschaft entscheide?

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